Kopf



P. Viktrizius
Weiß, Kapuziner

Spuren der Auflösung

Pfarrer Sebastian Obermeier berichtet: "Ich habe schon mehrere Jahre vor seinem Tod bemerkt, dass sein Körper immer mehr der Auflösung entgegenging. Er war abgemagert bis zum Skelett. Auch sein Antlitz zeigte Spuren der kommenden Auflösung. Ich war zehn Jahre lang Krankenhausseelsorger, habe aber einen solchen verfallenen Körper bei keinem der Kranken gesehen, wie ihn Pater Viktrizius noch umherschleppte. Er selbst sprach nie ein Wort, weder von seiner Krankheit, noch von seinen Schmerzen."
home > Lebensabend        

Die letzten Lebensjahre des P. Viktrizius Weiß in Vilsbiburg

Die letzten Lebensjahre in Vilsbiburg

Nach seiner Amtszeit als Provinzial wünschte sich P. Viktrizius als Aufenthalt die Klostergemeinschaft von Vilsbiburg. Ohne besondere Vorzüge lebte er dort wie die anderen Brüder.

Die Mariahilfkirche war immer schon Ziel vieler Wallfahrer aus der näheren Umgebung. Männer und Frauen wollten das Bußsakrament empfangen, zur Heiligen Kommunion gehen und der Muttergottes ihre Anliegen im Gebet vortragen.

Zu damaliger Zeit kamen viele zur Beichte nach Vilsbiburg. P. Viktrizius war als gütiger, in manchen Fällen aber auch als recht deutlicher Beichtvater bekannt. Mehrere Stunden verbrachte er täglich im Beichtstuhl.


In seinen letzten Lebensjahren in
Vilsbiburg verbrachte P. Viktrizius viele
Stunden täglich im Beichtstuhl der
Mariahilf-Kirche.

 


Mit den Jahren kamen seine gesundheitlichen Schwächen immer mehr zum Vorschein. Er wurde blind und taub. In seinem zuweilen recht elenden Zustand sah er die Gemeinschaft mit dem kreuztragenden Jesus. Am Abend des 8. Oktober 1924 ging er heim zu seinem Gott und Herrn.












P. Viktrizius starb am Abend des
8. Oktober 1924 in Vilsbiburg, wo er
zunächst auf dem Klosterfriedhof beerdigt
wurde.


zurück




Deutsche Kapuziner, Provinzialat: Kapuzinerstr. 34, 80469 München - Tel.:089-278 271-0