P. Viktrizius Weiß, Kapuziner






Novene, Tag 1

Siebter Tag der Novene

"Es kommt nicht auf die Tätigkeit an, sondern auf die Selbstverleugnung"

Wort der Heiligen Schrift:
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach" (Mt 16,24)
Bei Pater Viktrizius vertiefte sich in der Nachfolge des Herrn die Erkenntnis: »Es kommt nicht auf die Tätigkeit an, sondern auf die Selbstverleugnung.« Der Diener Gottes übte die Selbstverleugnung nicht in auffallender Weise oder bei gesuchten, außergewöhnlichen Ereignissen, sondern im Alltäglichen: im ernsten, zielbewußten Studium, im geduldigen Ertragen der Fehler und Eigenheiten der Mitbrüder und im Ertragen seiner Krankheit. Rücksichtslos sagte er sich: "Siehe, du bist nicht in den Orden eingetreten, um es bequemer zu haben als in der Welt. Jetzt findest du, was der Orden vor dem Leben in der Welt voraus hat: das Kreuz in leiblichen und geistigen Beschwerden. Du bist ein Mitgekreuzigter." Unauffällig lebte Pater Viktrizius die Selbstverleugnung "in der rechten Verrichtung der gewöhnlichen Handlung, durch Eifer und Liebe in allem, besonders gegenüber der eigenen Unentschiedenheit und Nachlässigkeit". Pater Viktrizius lebte ganz in der Nachfolge des Herrn. So übte er die tägliche Selbstverleugnung im Dienste der Erlösung: "Wenn du leidest und das Leid geduldig trägst, tust du ein Werk, das der Erlöser getan hat . . . ebensogut, als wenn du predigst und Beichte hörst.."

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Herr Jesus Christus,

du hast nicht für dich gelebt, sondern hast dein Leben als Lösepreis für viele dahingegeben. Durch die Verdienste und Fürbitte des Paters Viktrizius stärke mich in der Überzeugung: die tägliche Selbstverleugnung führt zur Selbstentfaltung, schenkt wahre innere Freiheit und läßt uns an deinem Erlösungswerk teilnehmen. Amen.
zum 8. Tag der Novene


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